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Die Welt in 20 Jahren

Lebensqualität, Wohlstand und Umwelt

254 pages ·  24.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1435-7 (07. August 2020 )

 
lieferbar in stock

 
 
Noch nie stand die Welt vor solch existenziellen Herausforderungen wie heute und noch nie wandelte sich die Lebens- und Arbeitsweise so rasch und grundlegend. Wie hilfreich könnte da ein Blick in die Zukunft sein, der Orientierung bietet und auch Hoffnung. Dier Herausgeber haben daher elf namhafte Personen aus Wirtschaft und Wissenschaft gebeten, sich mit der Frage zu beschäftigen, in welcher Welt wir in 20 Jahren leben werden und welche Veränderungen es insbesondere im Hinblick auf Lebensqualität, Wohlstand und Umwelt geben wird. Die Themen und Blickwinkel der Autorinnen und Autoren sind natürlich sehr unterschiedlich, aber neben sehr konträren Erwartungen an die Zukunft finden sich auch viele Gemeinsamkeiten. So entsteht eine interessante und lehrreiche Diskussion zu den Themenfeldern einer künftigen Welt und es ergibt sich eine Art geistige Landkarte für das Jahr 2040 - und für den Weg dorthin.



Manuela Prieler, Friedrich Schneider, Horst Steinmüller
Einleitung

Claus Offe
Nach 20 Jahren säkularer Stagnation. Ein Brief nach Hong Kong

Michael Strugl
Ein Blick in die Zukunft von Lebensqualität, Wohlstand und Umwelt: Das Ende der Sorglosigkeit

Michael Narodoslawsky
2040 - Die Welt im Umbruch

Markus Mooslechner
Alles wird. Leben im Jahr 2040

Gerlinde Sinn
Wohlstand, Klima, Bevölkerung - die großen globalen Herausforderungen

Ernst Ulrich von Weizsäcker
Lebensqualität trotz ruinierter Umwelt?

Stefan Gintenreiter
Die Welt in 2040. Lebensqualität, Wohlstand und Umwelt

Claudia Kemfert
Deutschland 2040 - dekarbonisiert, digital und demokratisch


Clemens Fuest
Wirtschaftliche Trends in Deutschland bis zum Jahr 2040

Reiner Eichenberger
Die Schweiz 2040. Bessere Institutionen, bessere Politik, mehr Wohlfahrt

Bruno S. Frey
Lebensqualität, Wohlstand sowie Umwelt. Zukunftsszenarien: Politische Entscheidungsverfahren

Manuela Prieler, Friedrich Schneider, Horst Steinmüller
Schlussbemerkungen: Szenarien zur Welt 2040, Roadmap und Diskussion

PS, 11.12.2020 ()

"Manchmal helfen ja Bücher beim Ordnen der Gedanken. Ein eher verblüffender Titel in dieser verwirrenden Zeit: «Die Welt in 20 Jahren. Lebensqualität, Wohlstand und Umwelt.» Wer wagt heute noch solche Prognosen? Nicht alle Texte scheinen taufrisch. Der eine oder die andere der Versammelten würde jetzt vielleicht absagen, wenn die Einladung des Energie-Instituts in Linz für einen Beitrag zu diesem Allerweltsthema käme. Einige räumen ein, nur Schlüsse aus Trends und Spekulationen liefern zu können. «Che sarà» ... Diesen alten italienischen Schlager bringt Gerlinde Sinn ins Spiel. Was wird sein? Wir werden sehen. Sie orientiere sich bei ihren Einschätzungen stark an eigenen Werten.

Das gilt sicher auch für Claudia Kemfert, die als erste zitiert wird: «In den nächsten zwei Jahrzehnten wird Umwelt- und Klimaschutz zur Priorität Nummer Eins, auf deren Basis alles andere aufgebaut wird.» Deutschland jedenfalls werde 2040 «dekarbonisiert, digital und demokratisch» sein. Allgemein gibt es bezüglich Energiewende viel Zuversicht. Der in solchen Readern fast unvermeidliche E.U. von Weizsäcker liefert eine weitere Variante seiner technokratischen Vision, aus weniger Ressourcen mehr Wohlstand herauszuholen. Die für möglich gehaltenen Zukünfte bieten eigentlich allen etwas. Aus der Schweiz weist Bruno S. Frey, als Glücksforscher bekannt, immerhin auf ein vernachlässigtes Problem hin: das fehlende, teils auch doppelte Stimmrecht nicht im Herkunftsland lebender Menschen. Ob «gewichtete Stimmen» oder «Zufallsverfahren» die Demokratie stärken? Peinlich und schlimm Reiner Eichenberger, an der Uni Fribourg für Theorie der Finanz- und Wirtschaftspolitik zuständig, der unser Land als vorbildlich erfolgreich lobt und für 2040 «bessere Institutionen, bessere Politik, mehr Wohlfahrt» verheisst. Aufgrund des technischen Fortschritts werde «in den entwickelten Volkswirtschaften» das Pro-Kopf-Einkommen allgemein wachsen, «die Umwelt wird gesünder, aber es wird wärmer». Wer möchte zurück zu tieferen Temperaturen? «Kühltechnologie für geschlossene Räume, Autos und auch offene Plätze» entwickle sich rasend, «mit ganztags Gratisstrom aus Solarstrom» sei Kühlen kein Problem - «ausser für sehr arme Länder». Denen wäre auch beim Deichbau zu helfen. Das «wahre Problem» sei dort jedoch «nicht der Klimawandel, sondern die Armut und die dafür verantwortlichen schlechten Institutionen.» Wem der Zynismus auf globaler Ebene nicht reicht: Bei uns will Eichenberger die SBB - eine der «dümmsten heiligen Kühe» - zur SSB machen, der Schweizerischen Strassenbetreiberin. Das zu teure Schienennetz sei «relativ gerade und kreuzungsfrei», ideal für autonome Autos.

Ja, wir vergessen oft, dass selbst an Hochschulen höchst unterschiedliche Vorstellungen von Fortschritt vertreten werden. Eichenberger, notabene Stammgast bei ‹Weltwoche› und NZZ, ist nur ein relativ extremer Fall. Auch in der Schlussbilanz des Sammelbandes findet sich keine explizite Distanzierung von seiner Sicht, obwohl deren Grundton klar näher bei «Initiativen wie Fridays for Future» liegt: «Nahezu unbestritten und wissenschaftlich erhärtet ist, dass der fortschreitende Klimawandel eine Gefahr für Fauna und Flora darstellt.» Und dass wir diesen befördern."



PS, https://www.pszeitung.ch/bessere-neue-jahre/#top ()

"Ein eher verblüffender Titel in dieser verwirrenden Zeit: «Die Welt in 20 Jahren. Lebensqualität, Wohlstand und Umwelt.» Wer wagt heute noch solche Pro­gnosen? Nicht alle Texte scheinen taufrisch. Der eine oder die andere der Versammelten würde jetzt vielleicht absagen, wenn die Einladung des Energie-Instituts in Linz für einen Beitrag zu diesem Allerweltsthema käme. Einige räumen ein, nur Schlüsse aus Trends und Spekulationen liefern zu können. «Che sarà» ... Diesen alten italienischen Schlager bringt Gerlinde Sinn ins Spiel. Was wird sein? Wir werden sehen. Sie orientiere sich bei ihren Einschätzungen stark an eigenen Werten.

Das gilt sicher auch für Claudia Kemfert, die als erste zitiert wird: «In den nächsten zwei Jahrzehnten wird Umwelt- und Klimaschutz zur Priorität Nummer Eins, auf deren Basis alles andere aufgebaut wird.» Deutschland jedenfalls werde 2040 «dekarbonisiert, digital und demokratisch» sein. Allgemein gibt es bezüglich Energiewende viel Zuversicht. Der in solchen Readern fast unvermeidliche E.U. von Weizsäcker liefert eine weitere Variante seiner technokratischen Vision, aus weniger Ressourcen mehr Wohlstand herauszuholen. Die für möglich gehaltenen Zukünfte bieten eigentlich allen etwas. Aus der Schweiz weist Bruno S. Frey, als Glücksforscher bekannt, immerhin auf ein vernachlässigtes Problem hin: das fehlende, teils auch doppelte Stimmrecht nicht im Herkunftsland lebender Menschen. Ob «gewichtete Stimmen» oder «Zufallsverfahren» die Demokratie stärken? Peinlich und schlimm Reiner Eichenberger, an der Uni Fribourg für Theorie der Finanz- und Wirtschaftspolitik zuständig, der unser Land als vorbildlich erfolgreich lobt und für 2040 «bessere Institutionen, bessere Politik, mehr Wohlfahrt» verheisst. Aufgrund des technischen Fortschritts werde «in den entwickelten Volkswirtschaften» das Pro-Kopf-Einkommen allgemein wachsen, «die Umwelt wird gesünder, aber es wird wärmer». Wer möchte zurück zu tieferen Temperaturen? «Kühltechnologie für geschlossene Räume, Autos und auch offene Plätze» entwickle sich rasend, «mit ganztags Gratisstrom aus Solarstrom» sei Kühlen kein Problem - «ausser für sehr arme Länder». Denen wäre auch beim Deichbau zu helfen. Das «wahre Problem» sei dort jedoch «nicht der Klimawandel, sondern die Armut und die dafür verantwortlichen schlechten Institutionen.» Wem der Zynismus auf globaler Ebene nicht reicht: Bei uns will Eichenberger die SBB - eine der «dümmsten heiligen Kühe» - zur SSB machen, der Schweizerischen Strassenbetreiberin. Das zu teure Schienennetz sei «relativ gerade und kreuzungsfrei», ideal für autonome Autos.

Ja, wir vergessen oft, dass selbst an Hochschulen höchst unterschiedliche Vorstellungen von Fortschritt vertreten werden. Eichenberger, notabene Stammgast bei ‹Weltwoche› und NZZ, ist nur ein relativ extremer Fall. Auch in der Schlussbilanz des Sammelbandes findet sich keine explizite Distanzierung von seiner Sicht, obwohl deren Grundton klar näher bei «Initiativen wie Fridays for Future» liegt: «Nahezu unbestritten und wissenschaftlich erhärtet ist, dass der fortschreitende Klimawandel eine Gefahr für Fauna und Flora darstellt.» Und dass wir diesen befördern."




the editors
Manuela Prieler
Manuela Prieler Seit Oktober 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Energieinstitut an der JKU Linz tätig.
Em. Prof. Dr. Friedrich Schneider
Friedrich Schneider Wissenschaftlicher Leiter des Energieinstituts der Johannes Kepler Universität, seit 1986 Professor für Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftspolitik und Finanzwissenschaft an der Universität Linz. [more titles]
Prof. DI Dr. Horst Steinmüller
Horst Steinmüller Energie-Institut an der Johannes-Keppler-Universität Linz. Geschäftsführer, Leiter der Abteilung für Energietechnik
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