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Monday, May 20, 2019
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Nachhaltige Landnutzung und Bioenergie

Ambivalenzen, Governance, Rechtsfragen

"Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung"  · volume 24

645 pages ·  39.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1266-7 (March 2017 )

 
 

Was ist nachhaltige Landnutzung und wie können die vielfältigen anthropogenen Flächennutzungsansprüche mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung übereingebracht werden? Und wie kann es gleichzeitig gelingen, die Anforderungen, die sich aus dem Nachhaltigkeitsziel für ein Energieversorgungssystem der Zukunft ergeben, in ausreichendem Maß zu berücksichtigen? Diesen Fragen widmet sich die vorliegende Untersuchung. Die beiden hochaktuellen Diskurse um eine nachhaltige Landnutzung und um ein postfossiles Energieversorgungssystem werden dabei über das Themenfeld der energetischen Biomassenutzung miteinander verknüpft. Im Fokus stehen dabei die wechselseitigen Bezüge von Bioenergie, Landnutzung, Klima- und Biodiversitätsschutz. Die Autorin untersucht, ob und wie das Recht die diesbezüglichen Ambivalenzen der Bioenergie so steuert oder steuern könnte, dass die energetische Biomassenutzung ihre Potenziale voll entfalten kann und gleichzeitig die mit ihr verbundenen Risiken wirksam reguliert werden. Damit leistet der vorliegende Band letztlich einen Beitrag zur großen Diskussion um die Energie-, Klima- und Agrarwende hin zu nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweisen.

Während die bisherige fachliche und politische Debatte die Interaktionen dieser drängenden nachhaltigkeitspolitischen Fragestellungen oft zu wenig im Blick hat, behandelt die vorliegende Untersuchung gerade diese Schnittstellen. Es geht dabei in der transdisziplinären Tradition der Schriftenreihe sowohl um die naturwissenschaftlichen und sozioökonomischen Grundlagen der Bioenergie und ihrer Ambivalenzen sowie um methodische Grundlagen der Steuerungsforschung und des Nachhaltigkeitsdiskurses als auch um eine umfassende Untersuchung der konkreten Rechts- bzw. Steuerungsansätze rund um die Bioenergie auf nationaler und teils auf transnationaler Ebene.

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"Bioenergie spielt global im klein- bis großskalierten Bereich eine immer größere Rolle in der Energieversorgung. Doch inwieweit ist Bioenergie nachhaltig und wie kann sie nachhaltig gesteuert werden? Diesen komplexen Fragen stellt sich Bettina Henning in ihrem Buch "Nachhaltige Landnutzung und Bioenergie. Ambivalenz, Governance, Rechtsfragen" umfassend und detailreich, auch in Hinblick auf die Schnittstelle von Technik und Governance.

Primär sieht sie die Interdependenz zwischen Klimaaspekten, Biodiversität und Landnutzungsänderungen als zentrale Naxhhaltigkeitsproblematik für Bioenergie an. Die auch teilweise nach diesem Maßstab negativen Bilanzen von Bioenergie sind insbesondere aufgrund der vielen Akteure entlang der Wertschöpfungskette, vielfältiger Interessen, Heterogenität der verschiedenen Konversionspfade sowie der länderübergreifenden Wertschöpfungsglieder nicht nur ein reines monetäres Motivationsproblem. Vielmehr muss es auch auf politischer, administrativer und gesellschaftlicher Ebene diskutiert und umgesetzt werden. Als entscheidende Erkenntnis stellt Bettina Henning fest, dass diese Debatte und Steuerungsproblematik keine nationale Frage ist, wie Bioenergiewertschöpfungsketten meist keine nationalen sind, sondern eine grenzübergreifende globale Steuerungsfrage, die bei den Produzenten von nachwachsenden Rohstoffen anfängt. Insbesondere bei Landwirten sieht die Autorin einen Forschungs- und Handlungsbedarf in Hinblick auf die landwirtschaftliche Praxis der Anbausysteme und Pflanzenkulturen sowie nachhaltige Landnutzung. Die Autorin schlägt einen "integrativ ansetzenden [...] neu zu entwerfenden globalen Primärenergieemissionshandel mit Landnutzungskomponente" vor. Vorteil eines solchen global geltenden Lösungsansatzes ist der grenzübergreifende Wirkungsmechanismus entlang aller Glieder der Primärenergieträgerwertschöpfung.

Bettina Hennings detailreiche und interdisziplinäre Analysen geben einen tiefen Einblick in die grundsätzliche Frage von Governance und Steuerung nachhaltiger Bioenergie in einem globalen Kontext. Der Komplexität und des Umfanges des Themas ist wohl geschuldet, dass die Nachhaltigkeit von nachwachsenden Rohstoffen auf drei wesentliche Indikatoren reduziert wurde. Ihre Visionen und Thesen einer globaleren Governance sowie eines Diskurses sind nicht nur für Neulinge interessant, sondern auch für Praktikerinnen und Praktiker im Energiesektor. Insbesondere die klare Strukturierung ihrer Arbeit und detaillierte Einführung in Grundproblematiken ermöglichen es auch naturwissenschaftlich fernen Disziplinen problemlos in das Thema einzusteigen und zu vertiefen."




the author
Dr.  Bettina Hennig
Bettina Hennig Rechtsanwältin in einer auf das Energierecht und das Recht der erneuerbaren Energien spezialisierten Kanzlei in Berlin und Mitglied der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik. [more titles]
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