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Resilienz-Lernen in Partizipationsprozessen für den Umgang mit lokalen Klimafolgen

"Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung"  · volume 34

401 pages ·  38.00 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1478-4 (23. Juni 2021 )

 
lieferbar in stock

 
 

Ein gewisses Maß an Klimawandel hat bereits stattgefunden und auch in Zukunft ist es nicht mehr zu verhindern, dass wir uns zunehmend mit den Folgen der Klimaveränderungen auseinandersetzen müssen. So sehen sich deutsche Städte und Regionen vermehrt mit extremen Wetterereignissen konfrontiert. Überschwemmungen, hervorgerufen durch klimawandelbedingten Starkregen, führen vermehrt zu großen Schäden, wie bspw. Hangrutschungen oder Gebäudeschäden. Trotz der Erarbeitung von lokalen Schutz- und Anpassungskonzepten lassen sich Defizite im Umgang mit unerwarteten Wetterereignissen feststellen. Das Konzept der sozial-ökologischen Resilienz stellt einen Ansatz dar, wie mit Unsicherheiten umgegangen werden kann, indem Krisen rasch bewältigt und die Funktions- und Handlungsfähigkeit wiederhergestellt wird. Das Einbinden von lokalen Stakeholdern ist dabei unabdingbar, um passende lokale Strategien erarbeiten zu können.

Lernen und Partizipation sind zwei wichtige Faktoren, um die komplexen Auswirkungen des Klimawandels zu verstehen und resiliente Strategien zu erarbeiten. Jedoch muss die Theorie weiter konzeptionell ausdifferenziert sowie empirisch untersucht werden, um weitere Erkenntnisse über den Einfluss von Lernen und Partizipation auf sozial-ökologische Resilienz zu erlangen. Zunächst wird präsentiert, welche Typen des sozialen Lernens (kognitives, normatives, relationales) den Aufbau bzw. die Steigerung von sozial-ökologischer Resilienz bedingen. Hierfür wird der Begriff des Resilienz-Lernens theoretisch geschärft und Eigenschaften des Resilienz-Lernens (mit dem Fokus auf wasserbezogene klimatische Veränderungen) werden formuliert. Dieses generierte Wissen leistet einen Beitrag, neue Erkenntnisse über das Zusammenspiel zwischen Individuen, Gesellschaften und deren Umwelt zu gewinnen. Das Formulieren von Eigenschaften des Resilienz-Lernens bietet Ansatzpunkte, um Partizipationsprozesse strukturiert im Hinblick auf ihre Wirkung zu evaluieren. Bisher sind soziale Lernprozesse als ein möglicher Effekt von Beteiligung oftmals empirisch unterstudiert. Es wird daher im Anschluss an die theoretische Konzipierung untersucht, inwiefern Resilienz-Lernen in einem Partizipationsprozess in einem Gebiet in Bremen Nord (Blumenthaler Aue / Beckedorfer Beeke) stattgefunden hat. Auf Basis der Workshopanalyse wird ebenfalls erfasst, ob bestimmte Eigenschaften von Beteiligungsprozessen Resilienz-Lernen bedingen. Es wird deutlich, dass Partizipationsprozesse wichtig sind, um Resilienz-Lernen bei Akteuren zu ermöglichen und ein Verständnis der Komplexität und der damit verbundenen Unsicherheiten der Thematiken rund um Klimawandel und -anpassung zu schaffen.


the author
Dr. Theresa Anna Michel
Theresa Anna Michel Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt BREsilient und ENaQ und Doktorandin am Lehrstuhl für Ökologische Ökonomie, Prof. Bernd Siebenhüner, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg.
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